| Schmerz | Dieser Text beschreibt Schmerz. Der untere Text beinhaltet die Schmerz Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Schmerz Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Schmerz fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Schmerz möglichst ausführlich zu halten.
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Schmerz ArtikelSchmerz (von althochdt. smerzo) ist eine komplexe Sinnesempfindung, häufig mit starker seelischer Komponente. Voraussetzung ist das Vorhandensein von Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) und die ungestörte Weiterleitung an das Zentralnervensystem (ZNS).
Ein veralteter Begriff für Schmerz ist Pein (vgl. engl. pain ).
Diese für den Alltagsgebrauch ausreichende Beschreibung von akuten Schmerz ist inzwischen wesentlich erweitert worden. Bei chronischen Schmerzen werden komplexe Wechselwirkungen zwischen biologischen, psychischen und sozialen Faktoren angenommen (biopsychosoziales Schmerzkonzept ). Schmerz ist keine "Einbahnstraße", bei der lediglich Signale aus dem Körper an das Gehirn übermittelt werden. Vielmehr sorgen Filterprozesse unseres Zentralnervensystems dafür, dass eine körperliche Schädigung nicht zwangsläufig zu Schmerz führt (Stressanalgesie ; z. B. werden Verletzungen während eines Wettkampfes häufig nicht bemerkt) und umgekehrt Schmerzen auch ohne körperliche Schädigung bestehen kann (z. B. Phantomschmerz).
Die International Association for the Study of Pain definiert Schmerz folgendermaßen:
- »Schmerz ist eine unangenehme sensorische und gefühlsmäßige Erfahrung, die mit bereits eingetretenen oder drohenden Verletzungen einhergeht oder als solche empfunden wird.«
Schmerz ist demnach das, was der Patient als solches empfindet.
Buch-Tipp: Alarmsignal Schmerz. Seelische Ursachen von Schmerzen verstehen und behandeln sehr gute Darstellung der Problematik bei chronischen Schmerzen und wichtige Lösungs-Ideen Das Buch von Ulf Werner bietet eine ausgezeichnete Darstellung der wichtigsten Probleme, die bei chronischen Schmerzen auftreten können. Es ist sehr gut geschrieben und macht Spass, darin zu blättern und zu lesen. Sowohl für Betroffene als auch für Therapeuten... | |
Schmerzrezeptoren, meist freie Nervenenden, reagieren auf verschiedene Arten der Reizung:
- thermische (Hitze, Kälte)
- mechanische (z. B. Durchtrennung, starker Druck)
- chemische
Schmerzrezeptoren benötigen einen vergleichsweise starken Reiz um erregt zu werden und adaptieren nicht (schnell wiederholter Reiz führt nicht zu einer Verminderung der Erregbarkeit). Die Aktivierbarkeit von Schmerzrezeptoren wird durch Stoffe, so genannte Schmerzmediatoren verändert (moduliert), in dem Allgemeinen erhöht. Dazu gehören u. a. Prostaglandine, Bradykinine, Serotonin.
Ebenfalls zu einer erhöhten Erregbarkeit führen Sauerstoffmangel in dem Gewebe (z. B. durch Infarkt bedingt), Absinken des pH-Wertes, d. h. Erhöhung der Säurekonzentration infolge von Kohlendioxid-Anstieg, oder Änderung der Blutsalzkonzentration (Elektrolytverschiebung ).
Buch-Tipp: Behandle Deinen Rücken selbst einfach unglaublich, 5 Sterne sind zu wenig!! Ich hatte Schmerzen, die mir ein Durchschlafen unmöglich machten. Drehen in dem Bett war ca. unter großen Schmerzen mit längeren, anschließenden Wachphasen möglich. Da macht man sich schon Gedanken über eine mögliche Bandscheibenoperation.
Nach ungefähr 3 Wochen, mit Übung 1 angefangen mit leichten Steigerungen... |
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Die Nervenfasern, welche die Schmerzinformation weiterleiten können in schnelle (A-Delta-Fasern, bis 20 m/s) und langsame (C-Fasern, bis 2,5 m/s) unterteilt werden. C-Fasern sind entwicklungsgeschichtlich älter. Das erklärt die kleine Geschwindigkeit und die schwerer abgrenzbare Schmerzlokalisation (»irgendwo am Unterschenkel«).
Im Rückenmark kommt es einerseits zu Reflexverschaltungen, die eine Fluchtbewegung auslösen. Dabei ist der Schmerz noch nicht bewusst geworden (Zurückziehen der Hand, noch bevor die Herdplatte als heiß erkannt wurde).
Andererseits gelangt die Information über den Vorderseitenstrang (Tractus spinothalamicus)ins Gehirn. In der Großhirnrinde (Kortex) wird der Schmerz »bewusst« und in dem limbischen System emotional bewertet.
Während der Verschaltung in dem Rückenmark kann das Schmerzempfinden durch körpereigene Stoffe (Endorphine) reduziert werden. Einige Schmerzmittel, z. B. Opiate setzen an dieser Stelle an.
Buch-Tipp: Den Schmerz überwinden, der zwischen uns steht Hilfe für die eigene Beziehung - Modell für die professionelle Beratung Dieses Buch vermittelt durch die Form (Transkription eines Seminars) in lebendiger und ansprechender Weise die liebevoll radikale Art, wie Marshall Rosenberg mit der "Gewaltfreien Kommunikation" die Denk- und Verhaltensmuster in "schwierigen" Beziehungen aufdeckt und klärt.... |
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Die bisher beschriebene Schmerzart ist ein physiologischer Schmerz. Das bedeutet, dass das Schmerzempfinden als Warnsignal für die Körperfunktion sinnvoll ist. Dabei spricht man von Nozizeptorenschmerz. Davon abzugrenzen ist der neuropathische Schmerz, der auf Schädigungen des Nervensystems zurück geht (z. B. durch Amputation, Querschnittslähmung, Viren oder dauerhaft hohen Blutzucker).
Infolge reversibler funktioneller Störungen kommen Schmerzen ebenfalls vor. Teilsysteme des Körpers funktionieren fehlerhaft (z. B. Durchblutungsfehlregulation ist ein wesentlicher Faktor, der zu Migräne führt) oder die Reaktion des Körpers auf Einflüsse von außen (Stress, Angst, Ekel ?) ist unpassend.
Buch-Tipp: Die Rückenschule. Das ganzheitliche Programm für einen gesunden Rücken. Die Ruckenschule Wer mehr über den Rücken erfahren möchte und ein gutes Übungsprogramm sucht, findet hier einen tollen Ratgeber. Es ist ein Klassiker, denn ich kenne das Buch schon aus der ersten Auflage von 1990, aber in der Neuauflage ist es noch besser. Die Anatomie der Wirbelsäule und die Haltungsschulung, sind übersichtlich und klar dargestellt,... |
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Das Schmerzempfinden ist stets subjektiv.
Schmerzbeschreibungen lassen sich in affektive (ein Gefühl ausdrückend; z. B. quälend, marternd, lähmend, schrecklich, heftig) und sensorische (die Sinnesqualität betreffend: stechend, drückend, brennend) Aspekte unterteilen.
Der Arzt fragt diese in dem Patientengespräch ab und erhält so Hinweise auf Art und Ursache des Schmerzes.
Buch-Tipp: Medi-Taping: Schmerzfrei im Handumdrehen Zu dem Einarbeitenins Thema Ich möchte diese Therapieart in meinem Praxisalltag einführen. Dafür gibt dieses Buch hervorragende Hilfestellung. Die Einführung hat mir die relevanten Hintergründe vermittelt und der Praxisteil ist super. Alle Informationen, die man erstmal braucht, werden gegeben. Man kann danach schon richtig loslegen.
Die... |
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Schmerzen begleiten häufig Erkrankungen oder Verletzungen, werden aber inzwischen selbst als Krankheit verstanden. Der Schmerz besteht dabei über Monate und das Grundleiden ist entweder schwer bzw. nicht therapierbar oder eine Ursache für den Schmerz nicht auffindbar. Schmerzen ohne klare Ursache sind keine Ausnahme, sondern die Regel:
Bei Rückenschmerzen lassen sich in 80 von 100 Fällen keine krankhaften körperlichen Veränderungen finden. Die »Bandscheibe« ist selten (unter 10 von 100) die Ursache von Rückenschmerz.
Die häufigsten Kopfschmerzen sind sog. »primäre« Kopfschmerzen, d. h. sie sind ebenfalls nicht als Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung zu verstehen, sondern bestehen ohne klare krankhafte Veränderungen.
Von chronischem Schmerz spricht man dann, wenn die Beschwerden länger als sechs Monate anhalten.
Auswirkungen auf die psychische Verfassung des chronisch Schmerzkranken sind die Regel.
Schmerzzustände sind für den Körper erlernbar. Wiederholt auftretende
Schmerzen führen dabei zu intensiverem und längerem Schmerzempfinden, da dabei die Schmerzschwelle herabgesetzt wird. Darum ist eine frühzeitige und ausreichende Schmerzbekämpfung mit Medikamenten wichtig. Behandlungen haben ergeben, dass in Deutschland gegenüber anderen Ländern Schmerzen häufig unzureichend therapiert werden. Dies gilt vorwiegend für Patienten mit Schmerzen bei Krebserkrankungen und bei Schmerzen nach operativen Eingriffen. Dies geht wahrscheinlich auf die tief verwurzelte und unbegründete Angst vor Abhängigkeit von Schmerzmedikamenten zurück.
Andererseits ist in Langzeitstudien inzwischen nachgewiesen, dass eine Dauergabe von Medikamenten für die Mehrzahl der Patienten mit chronischen Schmerzen nicht die erhoffte dauerhafte Wirkung zeigt. Häufig entwickeln sich Abhängigkeiten, der Entzug unter ärztlicher Überwachung ist in diesen Fällen notwendig.
Buch-Tipp: Mein Rückenbuch. Das sanfte Programm zwischen High Tech und Naturheilkunde Für Rückenschmerzengeplagte Menschen ein muss. . . In diesem Buch wird von Ursache bis Lösungen alles verständlich erklärt. Es gibt Erklärungen zu Behandlungsmethoden, Übungen, Adressen und vieles mehr.
Die Grafiken in diesem Buch sind beeindruckend, vieles wird einem durch Betrachten der Bilder viel klarer, eigentlich ist das Buch an sich... |
Beispiele von Erkrankungen mit Schmerzen |
- Kopfschmerzen:
- Gesichtsschmerzen:
- Trigeminusneuralgie
- Costen-Syndrom (myofaziale Dysfunktion), Dentalgie (Zahn-Schmerz)
- Rückenschmerzen:
- Zervikobrachialgie (mittleres und unteres HWS-Syndrom; HWS = Halswirbelsäule),
- Zervikozephalgie, (oberes HWS-Syndrom)
- BWS-Syndrom,
- LWS-Syndrome, Beckenringsyndrome,
- Lumboischialgien,
- Ischialgie
- Piriformis-Syndrom,
- Sakralgien,
- Kokzygodynien (Steissbeinschmerzen)
- Gelenkschmerzen:
- Periarthropathia humeroscapularis,
- chronifiziertes Impingement-Syndrom,
- Epicondylitis radialis (Tennisellenbogen)
- Epicondylitis ulnaris (Golferellenbogen)
- Handgelenks- und Fingerbereich,
- Schmerz bei Heberdenarthrose,
- Schmerzen bei Bouchard-Arthrose,
- Coxarthrose ,
- Gonarthrose ,
- Schmerzen der Sprung- und Fußgelenke
- Muskuläre Schmerzsyndrome:
- Entzündliche Schmerzerkrankungen
- Polyarthritis
- Sacroileitis
- Nervenschädigungen
- Sympathalgien (vom sympathischen Nervensystem ausgehende Schmerzen)
- Morbus Sudeck (auch Sudeckschsche Dystrophie)
- Kausalgie
- Bauchschmerzen
- Verwachsungsbauch
- Colon irritabile
- Ischämische Schmerzen (Mangeldurchblutung)
- Tumorschmerzen
- Psychogene Schmerzerkrankungen
Buch-Tipp: Mit dem Schmerz gehör' ich dir. Bekenntnisse einer Masochistin hin und hergerissen. . . . . . . . war ich als ich dieses buch gelesen habe- einerseits ist es so gut dass ich einige passagen unterstrichen habe weil ich mich darin selbst gesehen habe- diverse aussagen zu dem beispiel. und dann dieses ständige trennen von frau und sklavin, das hat mich doch sehr gestört- aber sie hat es eben so empfunden. in dem großen... |
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- Ruhigstellung z. B. bei einem Knochenbruch
- Kühlung beispielsweise bei einem Sonnenbrand
- Lokale Wärme z. B. bei Muskelverspannungsschmerz
- Lokale Betäubung beispielsweise mit Xylocain
- Mechanische Beseitigung eines Steines oder anderen Hindernisses bei Darm- , Nieren- und Gallenkoliken .
- Nitrogylzerin bei Angina pectoris, Gallenkolik, Nierenkolik
- Betablocker bei Angina pectoris und rezidivierender Migräne
- NSAR und verwandte Substanzen
- Coxibe (neu entwickelte Stoffklasse, ähnlich NSAR mit deutlich weniger Nebenwirkungen, vor allem in dem Magen-Darm-Trakt)
- Rofecoxib (Vioxx; wegen Nebenwirkungen vom Markt genommen)
- Etoricoxib (Arcoxia)
- Celecoxib (Celebrex)
- Valdecoxib (Bextra)
- Parecoxib (Predrug zu Valdecoxib, IV-Form, Dynastat)
- Lumiracoxib (Prexige)
- Opiate
- schwache Opiate
- starke Opiate
- Oxycodon (z. B. Oxygesic)
- Hydromorphon (z. B. Palladon)
- Fentanyl (z. B. Durogesicpflaster)
- Pentazocin (beispielsweise Fortral)
- Morphin
- Sedierung und Angstbeseitigung (die meisten Schmerzen gehen mit Angst einher)
- Antidepressivum
- Psychotherapie
- Physiotherapie
Buch-Tipp: Nie wieder Rückenschmerzen! 99 effektive Übungen für den Alltag. gelungenens Buch. . . Ich kann das Buch ca. jedem empfehlen, der lernen will, auch was zwischendurch für den Rücken zu tun.
Dies halte ich für sehr wichtig, denn wenn man schon total verkrampft ist, ist es zu spät.
Der ganzheitliche Ansatz in diesem Buch ist empfehlenswert, wenn auch nicht stets so einfach wie hier dargestellt durchzuführen.... |
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Buch-Tipp: Tiefer Schmerz. Kriminalroman gut konstruiert Es ist nicht ganz einfach, diesen Kriminalroman zu bewerten. Wenn man das Ermittlerteam nicht kennt (es ist deren vierter Fall), zieht sich der Anfang sehr in die Länge, denn die persönlichen Querelen gehen einen wenig an. Man möchte gern, dass etwas passiert. Nach sechzig, siebzig Seiten wird es besser, dann ist man schon sehr... |
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